Mineralöl-Rückstände in Lebensmitteln und Verpackungen
Mineralöl-Rückstände in Lebensmitteln und Verpackungen

In den Medien werden "Erdöl-Rückstände" in Lebensmitteln diskutiert. Es handelt sich dabei um Kohlenwasserstoffe die wahrscheinlich aus Druckfarben kommen. Diese stammen in vielen Fällen aus Altpapier, das bei der Herstellung der Karton-Verpackungen der Lebensmittel verwendet wurde. Aus der Karton-Verpackung sind die Kohlenwasserstoffe in die Lebensmittel migriert. Betroffen davon sind eine Vielzahl von Lebensmitteln wie Frühstücksflocken, Gebäck oder trockene Teigwaren.
Diese Problematik ist schon seit längerem bekannt. Die WHO/JECFA hat einen Grenzwert für „mineral oil saturated hydrocarbons“ – kurz MOSH - von 0.6 mg/kg im Lebensmittel beschlossen. Bei Studien in der Schweiz und in Deutschland sind Überschreitungen dieses Wertes um den Faktor 10-100 gefunden worden. Da bei der Herstellung von Druckfarben auch weniger raffiniertes Mineralöl verwendet wird, werden auch 10-20% aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) gefunden, deren gesundheitliche Relevanz noch diskutiert wird. In der Schweiz hat das BAG im Februar 2011 eine Stellungnahme zum Thema herausgegeben.
In unserem Spezial-Labor in Hamburg wurde eine neue online-HPLC-GC-Technik eingeführt, die die separate Quantifizierung von MOSH und MOAH in einem chromatographischen Lauf ermöglicht. Die Trennung und Aufreinigung der MOSH- und MOAH-Fraktionen wird mittels einer Normalphasen-HPLC ermöglicht. Im Anschluss werden beide Fraktionen simultan auf einen Zweikanal-Gaschromatographen mit Flammenionisationsdetektor (GC-FID) übertragen und so die separate Quantifizierung von MOSH und MOAH erreicht. Die Bestimmungsgrenzen liegt im Normalfall bei 0.6 mg/kg für MOSH und 0.15 mg/kg bei MOAH.
Für ein Angebot stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Wolfgang Moritz
Kundenbetreuer Analytik & Marketing
Eurofins Scientific AG Schweiz
Parkstrasse 10
CH-5012 Schönenwerd
Telefon: +41 (0) 62 858 71 00
