Nachweis des emetischen Bacillus cereus Toxins Cereulid

Jüngst wurden in der Schweiz Produkte aufgrund einer Kontamination mit dem Toxin Cereulid zurückgerufen. Beim Verzehr betroffener Produkte können gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Übelkeit und Erbrechen auftreten.
Cereulid ist ein hitzestabiles, emetisches (Brechreiz auslösendes) Toxin, das vom ubiquitär verbreiteten, sporenbildenden Bakterium Bacillus cereus gebildet werden kann. Der natürliche Lebensraum dieses Mikroorganismus ist der Erdboden; entsprechend können zahlreiche mit Bodenpartikeln oder Staub in Kontakt kommende Lebensmittel kontaminiert sein.
Besonders häufig werden Erkrankungen jedoch mit stärke‑ und proteinreichen Lebensmitteln, wie beispielsweise Reisgerichten oder Milchprodukten, in Verbindung gebracht. Die von Bacillus cereus gebildeten Endosporen sind äusserst wiederstandfähig und überstehen Hitzebehandlungen bei hohen Temperaturen. Unter geeigneten Bedingungen, beispielsweise Warmhalten von gekochtem Reis bei Temperaturen unter 60°C, können die Sporen auskeimen, wodurch es zur Bildung von Cereulid kommen kann.
Seit Januar 2026 bieten wir Ihnen in unserem Kompetenzzentrum für Kontaminanten neu die Analyse des emetischen Bacillus‑cereus‑Toxins Cereulid in sämtlichen Lebensmittelmatrices mittels LC‑MS/MS gemäss ISO 18465:2017 an.
Kontaktieren Sie Ihren Kundenbetreuer für weitere Informationen zu Cereulid sowie zur entsprechenden Analytik in Ihren Produkten.
